07. Mai 2026
14:00-16:00 Uhr
digital
Obwohl das Thema Sexualität in fachlichen Diskursen der Sozial- und Schulpädagogik einen wichtigen Platz einnimmt und wissenschaftlich belegt ist, dass sie bereits im Kindesalter einen bedeutsamen Entwicklungsaspekt darstellt, finden Ansätze der Sexuellen Bildung nur bedingt ihren Platz in der OGS. Dies gilt trotz der Richtlinien zur Sexualerziehung NRW, die diesen Auftrag für Schulen bereits seit 2000 als unverzichtbar benennen.
Pädagogische Fachkräfte – also alle Lehr- und Fachkräfte – sollen Kindern und Eltern als kompetente Begleiter:innen zur Seite stehen und Kinder in ihrer geschlechtlichen und sexuellen Selbstbestimmung und Identitätsentwicklung stärken und schützen. Auch im Kontext Prävention sexualisierter Gewalt sind pädagogische Fachkräfte an Ganztagsschulen gefragt.
Gegenwärtig gibt es in Studium und Ausbildung jedoch kaum Angebote für Studierende, um sich sexualpädagogisches Wissen und Können anzueignen, wodurch den Themen der Sexuellen Bildung in der pädagogischen Praxis häufig mit Unsicherheit, Vermeidung und Scham begegnet wird. Auch die gesellschaftliche Sensibilität und Polarisierung der Diskurse stellt viele Fachkräfte vor große Herausforderungen.
Während der digitalen Sprechstunde wird es einen kompakten theoretischen Input geben, um eine erste Annäherung an das Thema Sexuelle Bildung zu ermöglichen. Anschließend besteht die Möglichkeit, Fragen zu stellen und gemeinsam ins Gespräch zu kommen.
Zielgruppe: Lehr- und Fachkräfte in Ganztagsgrundschulen
Referentin: Dorothea Gebhardt (M.A. Angewandte Sexualwissenschaft) ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für soziale Arbeit e.V. in Münster.
Moderation: Dirk Fiegenbaum-Scheffner, SAG NRW
