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Baustein 1: Grundlagenwissen - Lernzeiten

1.3. Lernzeiten

A Thematischer Überblick

Lernzeiten

An offenen und gebundenen Ganztagsschulen werden die Hausaufgaben in das Gesamtkonzept des Ganztags integriert (vgl. Nr. 5.4 des Erlasses zum Ganztag 12-63 Nr. 2 und Nr. 4.2 des Runderlasses "Unterrichtsbeginn […] und Hausaufgaben an allgemeinbildenden Schulen"). Für die Sekundarstufe I wird dort explizit hervorgehoben, dass „Lernzeiten an die Stelle von Hausaufgaben“ treten. Diese sind so zu gestalten, dass i. d. R. zu Hause keine schriftlichen Aufgaben mehr zu erledigen sind.  

Im Ganztagserlass werden als wesentliche Merkmale von Ganztagsschulen mit Blick auf Lernzeiten genannt:

  • "ein verlässliches Zeitraster und eine sinnvoll rhythmisierte Verteilung von Lernzeiten auf den Vormittag und den Nachmittag (...)"  
  • "Anregungen und Unterstützung beim Lösen von Aufgaben aus dem Unterricht und Eröffnung von Möglichkeiten zur Vertiefung und Erprobung des Gelernten sowie zur Entwicklung der Fähigkeit zum selbstständigen Lernen und Gestalten"

„Lernzeiten sind als ein „zentrales und komplexes Gestaltungselement“ (Stötzel/Tabel 2012: 138) an Ganztagsschulen zu verstehen, welches mit dem Schulunterricht verwoben ist. In diesen „sollen Zeiten für neue Formen des Lernens geschaffen werden, die über die klassische Hausaufgabenbetreuung hinausgehen. Sie können in den Unterricht integriert sein oder außerhalb des Unterrichts stattfinden und durch eine Lehrkraft oder pädagogische Fachkraft begleitet werden. In den Lernzeiten können z.B. Wochenplanarbeit, (Frei-)Arbeits- oder Übungsstunden stattfinden.“ (Börner et. al 2012: 43).

Übergreifend sollen Lernzeiten dazu beitragen, die fachlichen und sozialen Kompetenzen zu unterstützen, Lernschwierigkeiten auszugleichen und Stärken zu fördern sowie die Selbstlernkompetenz zu stärken (vgl. Altermann et al. 2018: 104f.).

Neben Zeiten für das „Üben, Anwenden, Vertiefen und Reflektieren von Fachinhalten“ (Altermann et al. 2018: 30) geht es darum, neue Lernarrangements zu gestalten und Kinder und Jugendliche dazu zu befähigen, sich zum Beispiel durch geeignete Instrumente selbstständig Wissen anzueignen. Außerdem soll mit der Weiterentwicklung bzw. der Neukonzeptionierung von Hausaufgaben hin zu Schulaufgaben verstärkt auf die individuellen Bedürfnisse von Schülerinnen und Schülern eingegangen werden. Lernzeiten sind entsprechend durch ihre Einbettung in den Schulalltag auch im Kontext eines Gesamtförderverständnisses von Ganztagsschulen zu verstehen. Dabei nimmt vor allem die Kommunikation mit Kindern und Jugendlichen sowie Eltern einen hohen Stellenwert ein (vgl. Stötzel/Tabel 2012: 138). Die spezifische Aufgabe der Lehrkräfte ist, ausgehend von ihren Unterrichtsbeobachtungen den Lernenden individualisiert und je nach Aufgaben für die Lernzeiten zuzuweisen, um ihnen einen geeigneten Lernfortschritt zu ermöglichen (QUA-LiS o.J.).

Als Organisationshilfe steht den Schülerinnen und Schülern i.d.R. ein schulintern entwickeltes Lerntagebuch zur Selbstorganisation sowie zur Kommunikation mit Lehr- und Fachkräften bzw. Eltern u.a. in Beratungsgesprächen zur Verfügung (vgl. Fiegenbaum 2015).

Literatur:

B Praxisbeispiele

C Materialien/Methoden

D Literatur/Linktipps